Türk Kahvesi ~ türkischer Mokka

Warum man den türkischen Mokka salzen darf!

Warum man den türkischen Mokka salzen darf!

Früher war es in der Türkei üblich, dass ein junger Mann mit seinen Eltern zur Familie seiner Angebeteten aufbricht, um um ihre Hand anzuhalten. Auf Türkisch nennt sich das „kız istemek“. Selbst heute wird diese Traditionen fast unverändert fortgesetzt. Manchmal weil es so gewollt ist, manchmal um den Eltern den Respekt zu erweisen, bzw. ihr Einverständnis einzuholen. Bei dieser Gelegenheit lernen sich auch die Eltern des zukünftigen Paars zum ersten mal kennen. Daher wird ausgelotet, woher man stammt und welche Interessen sich überschneiden. Schließlich möchte das eigene Kind in die andere Familie einheiraten, da lohnt es sich genauer hinzuschauen.

Ausgestattet mit edler Schokolade und Blumen und macht man sich auf den Weg. Nach einer kurzen Vorstellung gibt es leichtes Geplänkel über dies und das. Die zukünftige Braut fragt die Gäste wie sie ihren Mokka möchten und begibt sich in die Küche, um den türkischen Mokka vorzubereiten. Dabei gibt es etwas sehr wichtiges zu beachten: Je größer das Schaumhäubchen auf dem Mokka, desto beliebter macht sich die zukünftige Braut. Den es ist ein Zeichen von Fleiß, Geschicklichkeit und Können den Mokka mit viel Schaum zuzubereiten.

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Warum man den türkischen Mokka auch salzen darf!

Die Zukünftige darf den Mokka salzen

Den Mokka des Bräutigams darf die Braut salzen (und nur den!) … und zwar so viel sie mag! Sobald der Mokka serviert wird, wenden alle ihre Blicke (ganz unauffällig) dem Bräutigam zu. Denn, das Spiel ist allen bekannt. Trinkt er den Mokka ohne eine Miene zu verziehen, so handelt es sich um einen Menschen, der anpassungsfähig ist und die Angebetete wirklich von Herzen liebt. Kurz gesagt, um einen guten Charakter. Verzieht er beim Trinken das Gesicht, so weiß die Braut er ist ein schwieriger Typ und überlegt es sich vielleicht nochmal mit der Heirat. Stellt er sogar den Mokka bei Seite und trinkt gar nicht , so handelt es sich definitiv nicht um den passenden Partner.

So ist die Geschichte mit dem Mokka salzen überall bekannt. Als echtes Heiratskriterium wird die Reaktion allerdings nicht mehr ernst genommen. Trotzdem solltet ihr den Mokka salzen, das Spielchen bereitet so mancher Frau immer noch viel Spaß. Außerdem hat das Paar später eine lustige Erinnerung, über die sie ihr Leben lang mit Freude zurückdenken werden :-)

Trinkt der Bräutigam den gesalzenen Mokka, geht es weiter!

Trinkt der Bräutigam den Mokka mit salz fein aus, geht man zum nächsten Schritt über. Der Vater (Großvater oder eine andere ältere Person, die als Vertreter des Bräutigams dabei ist) des Bräutigams stellt die entscheidende Frage: „Allah’ın emri peygamberin kavliyle kızınızı istemeye geldik.“ Zu deutsch: „Nach dem Gebot Gottes und der Zustimmung des Propheten, halten wir für unseren Sohn um die Hand eurer Tochter an.“

Naja, wie es dann weiter geht könnt ihr euch denken :) Habt ihr das schon gewußt oder habt ihr eine ähnliche Geschichte zu erzählen oder noch Fragen? Dann meldet euch bei uns.

Hier noch eine interessante Geschichte von unseren Deutschen Schwager David und wie trinkt man Mokka richtig? Mokka salzen oder nicht?
Wie David seinen Mokka zum Heiratsantrag getrunken hat, lest ihr hier.

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Falls ihr mehr über die türkische Küche, Meze und Warenkunde wissen möchtet, so stöbert doch mal in unseren Artikeln im Blog. 🧑🏻‍💻 — Wir führen viele besondere Lebensmittel, türkische Weine, Kochbücher, Gewürze, Geschenkkörbe und Gutscheine für Kochkurse. Diese Produkte findet ihr im Onlineshop oder vor Ort in unserem Ladenlokal in Düsseldorf. Wir freuen uns auf Euch. 👩🏻‍🍳👨🏻‍🍳

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5 Kommentare zu „Warum man den türkischen Mokka salzen darf!“

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