Yayla çorbası ~ die türkische Almsuppe
Die Yayla çorbası , auf Deutsch Almsuppe, stammt ursprünglich von der »Yayla« (auf Deutsch der Hochebene, bzw. Alm), auf denen die Bauernfamilien im Sommer mit ihren Herden leben. Verfeinert wird die fein-cremige Suppe mit aromatischer Minz-Butter, eine erfrischende und leicht kühlende Brise auf eurem Löffel – perfekt für warme Sommertage.
Inhaltsverzeichnis
Ursprünglich stammt die Suppe, Yayla Çorbası ein erstaunlich einfaches Rezept, aus den anatolischen Hochebenen, den Yaylas, wo Hirtenfamilien im Sommer ihre Zelte zwischen wilden Kräutern und sternklarem Himmel aufschlagen. Dort entstand sie als nährende, leicht bekömmliche Speise – kühlend im Sommer, wärmend im Herzen.

Yayla Suppe ~ 3 Zutaten im Zusammenspiel
Die Basis aus Joghurt macht die Yayla çorbası angenehm säuerlich, während Reis die Suppe bindet und ihr Körper verleiht. Der charakteristische Minz-Butter oder Minz-Öl gibt wunderbare, kräuterige Frische.
In der türkischen Küche hat diese Suppe den Status eines Klassikers. Sie wird als Vorspeise serviert, bei Familienfeiern gereicht, nach langen Nächten gekocht und gilt sogar als inoffizielles „Ich päppel dich wieder auf“-Hausmittel. Dabei bleibt sie vegetarisch, leicht und mit wenigen Zutaten unkompliziert nachzukochen – ein Paradebeispiel dafür, wie einfach gute Küche sein kann.
Wenn ihr also nach einer authentischen, traditionellen türkischen Suppe sucht, die sowohl alltagstauglich als auch historisch verankert ist, dann ist Yayla çorbası die richtige Wahl. Sie verbindet anatolische Esskultur und natürliche Zutaten in einer Schale. Eine Suppe, die für uns nach Heimat schmeckt. Joghurtsuppen findet man in der ganzen Türkei zahlreich.
Reis-Tipp für eure Almsuppe:
Ihr könnt statt Basmati oder Jasminreis auch andere Reissorten oder sogar groben Bulgur verwenden. Beachtet nur: Andere Sorten sind oft durstiger – sie saugen während des Kochens mehr Flüssigkeit auf. Die Suppe kann dadurch sämiger oder dicker werden. In dem Fall einfach etwas mehr heißes Wasser nachgießen, bis die Konsistenz wieder stimmt.
Die Schönheit von Suppe (oder von Speisen im Allgemeinen) ist schließlich: sie ist ein Plan, kein Gesetz. Ein kleines, genussvolles Experiment mit Flüssigkeitsdynamik und Getreide sollte Jedem erlaubt sein ;)
In diesem Sinne, viel Spaß bei der Zubereitung und bis zum nächsten Rezept: Kocht Euch Türkisch!
Rezept Yayla çorbası ~ Türkische Almsuppe
Yayla çorbası – Almsuppe
Zutaten
700 ml Wasser (oder Fleischbrühe)
100 g Reis Langkorn (Basmati, Jasmin) gewaschen und abgeseiht
250 g süzme Joghurt (Stichfester Joghurt mit 10% Fettgehalt) Naturjoghurt mit 3,5% Fettgehalt
1-1½ EL Mehl (Weizenmehl) 15 g
1 St Eigelb
1 TL Salz
1 Prise/n Schwarzer Pfeffer
etwas frisches Fladenbrot zum Servieren
Für die Butter-Minz-Mischung
80 g Butter
1½ TL getrocknete Nane-Minze
1-2 Prise/n pul biber (Chiliflocken) auf Wunsch
Zubereitung
- Reis mit etwa 500 ml Wasser aufsetzen und zugedeckt 15-16 Minuten garen, bis er weich ist, dann restliches Wasser hinzufügen.
- Währenddessen Joghurt, Mehl und das Ei (auf Wunsch auch etwas feiner Zitronenabrieb) in einer kleinen Schüssel mit dem Schneebesen verquirlen.
- Zum Binden der Suppe 2-3 Kellen der heißen Suppenflüssigkeit in die Joghurt-Ei-Schüssel rühren. Dadurch wird die Joghurt-Ei-Mischung vorsichtig an die heiße Temperatur gewöhnt und flockt nicht aus. Diese Mischung anschließend in die Suppe einrühren und leicht erhitzen (nicht kochen!). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Butter in einem kleinen Pfännchen schmelzen, getrocknete Minze (auf Wunsch auch Chiliflocken) einstreuen und kurz aufschäumen lassen. Die Suppe in tiefe Teller füllen, etwa 1-1½ EL von der Butter-Minz-Mischung darauf verteilen und mit frischem Fladenbrot sofort servieren.
Afiyet olsun!
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Die Mengen sind nicht passend.
Liebe Leyla,
bei der Wasser zu Getreidemenge ist es so, dass jede Reis-Sorte etwas mehr oder weniger Wasser aufnehmen kann als eine Andere. Basmati und Jasmin saugen für gewöhnlich etwas weniger Wasser aus der Suppe. Alle anderen Sorten wie die typisch türkischen Tosya, Osmancik und Co. ziehen mehr Flüssigkeit. Deshalb solltet ihr die Wassermenge anpassen…aber immer nur heißes Wasser nachgießen! ;)
Oder hat etwas anderes in diesem Fall nicht gepasst? Dann schaue ich bei dem Rezept nochmal genauer.
Vielen Dank und bis bald, Orkide