Göz Hakkı: Ein Einblick in türkische Redewendungen 3/3

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Das Nazar-Brot des Großvaters

Istanbul, 1920. In den engen Gassen von Beyoğlu, geprägt von der Besatzung (İstanbul’un İşgali), stand eine bescheidene Bäckerei, geführt von Großvater Ahmet. Sein Enkel, Emir, ein neugieriger 9-jähriger, war oft an seiner Seite. Jeden Morgen backte Ahmet ein zusätzliches Brot, das er nie verkaufte. Eines Tages, als Emir ein kleines, blaues Glasamulett – ein Nazar – über dem Ofen bemerkte, fragte er: „Großvater, warum hängt dieses Nazar hier und warum backen wir immer ein Brot mehr?“

Ahmet lächelte und antwortete: „Das Nazar schützt uns vor bösen Blicken und Neid, mein Junge. Und das zusätzliche Brot ist unser ‚Göz Hakkı‘. Es ist für denjenigen, der hungrig ist und nichts hat.“ — Emir sah das Nazar und dann das Brot. „Aber wir haben selbst kaum genug.“ — Ahmet nickte. „Das stimmt. Aber ‚Göz Hakkı‘ lehrt uns, zu teilen und zu schützen. So wie das Nazar uns schützt, schützt unser Brot die Hoffnung in den Herzen der Menschen.“ — Jeden Abend kam jemand vorbei, um das zusätzliche Brot in Dankbarkeit zu nehmen. Für Emir wurde es zu einem Symbol der Hoffnung und des Schutzes, das er sein ganzes Leben lang in Erinnerung behielt.

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Die Bedeutung hinter „Göz Hakkı“ 

In der reichen und vielfältigen türkischen Kultur gibt es viele Begriffe und Konzepte, die tief in Tradition und Bedeutung verwurzelt sind. Einer dieser Begriffe ist „Göz Hakkı“, wörtlich übersetzt als „Recht des Auges“. Auf den ersten Blick mag dieser Ausdruck rätselhaft erscheinen, aber er enthüllt eine tiefgreifende soziale und kulturelle Praxis, die das Wesen der türkischen Gastfreundschaft und Gemeinschaft widerspiegelt.

„Göz Hakkı“ bezieht sich auf das Konzept des Teilens und Zeigens von Neuem oder Besonderem, das man erworben oder erlebt hat. Es ist eine Geste, die darauf abzielt, Neid oder den „bösen Blick“ abzuwehren, indem man anderen die Möglichkeit gibt, an der Freude oder dem Besitz teilzuhaben. Es ist auch ein Ausdruck von Großzügigkeit, der zeigt, dass man bereit ist, seine Freuden und Erfolge mit anderen zu teilen.

Göz Hakkı im Alltag 

Dieses Konzept ist tief in den Alltag der türkischen Gesellschaft eingebettet. Wenn jemand zum Beispiel ein neues Auto kauft, könnte er eine Fahrt für Freunde oder Familie anbieten, um „Göz Hakkı“ zu geben. Bei besonderen Anlässen, wie Hochzeiten oder Geburtstagen, wird oft eine Einladung ausgesprochen, um Gästen die Möglichkeit zu geben, an der Freude teilzuhaben. Selbst beim Kochen eines besonderen Gerichts kann es als Zeichen der Großzügigkeit und des Teilens angesehen werden, andere zum Essen einzuladen.

In der türkischen Kultur ist es üblich, dass das Konzept von „Göz Hakkı“ fest im Alltag verankert ist. Ein gutes Beispiel dafür ist, wenn jemand ein neues Auto kauft, könnte er seine Freunde oder Familie zu einer Fahrt einladen, um ihnen göz hakkı zu geben. Auch zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Geburtstagen wird oft eine Einladung ausgesprochen, um anderen die Möglichkeit zu geben, an der Freude teilzuhaben. Sogar beim Zubereiten eines besonderen Gerichts wird es als großzügige Geste betrachtet, andere einzuladen, um das Essen gemeinsam zu genießen. Diese Art des Teilens wird in der türkischen Gesellschaft sehr geschätzt und ist Teil der kulturellen Traditionen.

Mehr als nur ein Begriff 

Während „Göz Hakkı“ seine Wurzeln in der türkischen Kultur hat, spiegelt es ein universelles menschliches Bedürfnis wider: das Bedürfnis, Freude zu teilen und Beziehungen zu pflegen. Es ist ein Beweis dafür, wie Kulturen Mechanismen entwickeln, um soziale Bindungen zu stärken und gleichzeitig potenzielle Konflikte oder negative Gefühle zu minimieren.

In einer Zeit, in der die Welt immer vernetzter wird, bieten solche kulturellen Einblicke eine wertvolle Lektion in Empathie und Verständnis. „Göz Hakkı“ lehrt uns, dass das Teilen von Freuden und Erfolgen nicht nur eine Möglichkeit ist, den „bösen Blick“ abzuwehren, sondern auch eine Gelegenheit, Brücken zu bauen und Gemeinschaften zu stärken. Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie kulturelle Praktiken uns daran erinnern können, was es wirklich bedeutet, menschlich zu sein.

Video zu *Göz Hakkı*

Merhaba Arkadaşlar, hallo bei KochDichTürkisch
Es geht heute wieder um türkische Tugenden.
GÖZ HAKKI
Das Recht des Auges.
Was bedeutet es? — Es bedeutet, dass wenn gerade jemand etwas frisch gekauft hat, frisch zubereitet hat oder gerade etwas essen möchte, …und im Umfeld ist jemand da, der das auch gerade sieht, dann gibt man ein Stückchen ab.
Das ist das Recht des Auges.
GÖZ HAKKI
Wo kommt das Ganze her? — Es kommt vom Nazar.
Dieses Auge schützt uns vor dem neidischen und bösen Blick. In der Religion ist das sogar auch tief verankert, dass… wenn man etwas gerade frisch gekauft hat, zubereitet hat, dass man das teilt.  Warum? Damit einem nicht der neidische Blick zufällt und einem etwas Böses geschieht.
Darum geht es. Nutzt es auch im Alltag. Gebt immer eine Kleinigkeit ab.
Oder lasst mal mit eurem Fahrrad eure Freunde einfach eine Runde fahren. 
Hoşçakalın.


Orkide & Orhan Tançgil

Der beste Schutz vor dem bösen Blick? Göz Hakkı! 😎✨ Hol dir den göttlichen Schutz gegen Neid und missgünstige Blicke und lebe ein glückliches, nazar-freies Leben! 🍀👀

In einer Welt, in der Neid und Rivalität so oft die Oberhand gewinnen, ist göz hakki eine wertvolle türkische Tugend, die in unserem Alltag einen bedeutenden Platz einnehmen sollte. Durch das Teilen und einen respektvollen Umgang miteinander können wir eine Atmosphäre des Wohlwollens und der Solidarität schaffen. Also lasst uns diese tugendhafte Eigenschaft in unserem täglichen Leben umsetzen und einander unterstützen, ohne Neid und Gier. Teile diesen Blogbeitrag auf Social Media und lass uns gemeinsam diese Botschaft verbreiten. Zusammen können wir eine Welt schaffen, in der göz hakki den Alltag prägt.

🤖 👨🏻 Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI verfasst und illustriert. Die Idee und Überprüfung stammen von mir. Eingesetzte Tools: Adobe Firefly, RankMath und ChatGPT.

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